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In Heudorf erwachte im Herbst 1949 zum ersten Mal der Gedanke, einen Verein zu gründen, der sich in erster Linie mit dem Fußballsport beschäftigen sollte. Eine Handvoll begeisterter Fußballanhänger und Idealisten fand sich schließlich zusammen und suchte in unserem Dorf nach weiteren Gesinnungsgenossen.
 1. Mannschaft 1985
Aus der Niederschrift des Protokolls der Gründungsversammlung vom 6.April ist zu entnehmen, daß sich an diesem Tag 24 Bürger im Gasthaus " Löwen " eingefunden hatten und den SV HEUDORF aus der Taufe hoben. Diese "Männer der Ersten Stunde" wählten zur Vereinsführung: Günter Georg zum 1. Vorsitzenden und Broksch Kurt zum 2. Vorsitzenden, Mattes Karl wurde Kassier und Roth Anton Schriftführer, Stump Johann nahm das Amt des Gerätewartes an.
 2. Mannschaft 1985
Im Gründungsjahr konnte trotz aller Bemühungen kein geeignetes Gelände für einen Sportplatz in und um Heudorf gefunden werden. So war ein offizieller Spielbetrieb noch nicht möglich, und die Aktiven des Vereins mußten sich auf Freundschaftsspiele mit Nachbarvereinen beschränken. Die Initiative der Heudorfer Fußballfans trug im Sommer 1951 die ersten Früchte, als am 7.8.1951 der Aufnahmeantrag in den Südbadischen Fußballverband gestellt werden konnte und es der damaligen Vorstandschaft gelang, ein Sportplatzgelände im Hardweiher zu pachten. In einer Nacht- und Nebel - Aktion wurden aus dem Wald die Pfosten für die beiden Tore beschafft und so konnte die Mannschaft im Herbst 1951 ihr erstes Spiel in der Kreisklasse Stockach bestreiten. In der ersten Saison mußte die Mannschaft noch Lehrgeld bezahlen und blieb ohne jeden Sieg. Trotzdem hielten Sportsgeist und eine gute Kameradschaft unter den Spielern den jungen Verein zusammen.
1953 übernahm Karl Mattes die Vereinsführung, die er 1957 wegen beruflichen Veränderungen abgab. Während seiner Vorstandschaft wurde erkannt, daß der Verein ohne eine gezielte Jugendarbeit nicht bestehen kann. In der Generalversammlung von 1953 wurde der Spieler der I. Mannschaft Egon Jeschke zu ersten Jugendleiter des Vereins gewählt und für die Spielrunde die erste Jugendmannschaft des Vereins angemeldet. Aus der Ära Mattes ist weiter zu berichten, daß sich der Verein durch zahlreiche kulturelle Veranstaltungen, wie Theateraufführungen und Bunte Abende, die finanzielle Grundlage für sein Fortbestehen verschaffte. Diese Veranstaltungen stellten Höhepunkte des Dorfgeschehens dar.
1957 übernahm Franz Müller die Führung des Vereins. Unter ihm wurde zum ersten Mal versucht, aus dem Platz im Hardweiher einen Fußballplatz zu machen, der den Ansprüchen gerecht werden sollte. Der Platz wurde aufgefüllt und teilweise neu eingesät. Der Spielermangel der ersten Mannschaft und der Jugend wurde in dieser Zeit immer akuter und im März 1959 war die Vereinsführung leider gezwungen, die Jugendmannschft von der Verbandsrunde zurückzuziehen.
1960 wurde Karl Schuster zum 1. Vorstand des Vereins gewählt. Er nahm sofort den Bau einer Sportplatzbeleuchtung in Angriff, damit die Mannschaft auch abends trainieren konnte. Auch die Jugendarbeit wurde wieder aufgenommen und zunächst eine Schülermannschaft aufgebaut. Das Vereinsjahr 1960 war geprägt von den Vorbereitungen und der Durchführung des 10jährigen Jubiläums, das zu einem wirklichen Erfolg für den Verein wurde. Anläßlich des Festes wurde Karl Mattes nach Anton Roth und Hugo Auer - zwei Männer der ersten Stunde - zum dritten Ehrenmitglied des Vereins ernannt.
Die aktive Mannschaft trat nun allmählich aus der Rolle des Punktelieferanten heraus und entpuppte sich vor allem als Pokalschreck. So wurde sie am 26.Juni 1960 beim Pokalturnier des Nachbarvereins RSV Honstetten nach einer tollen Leistung Pokalsieger. Im Jahr 1964 holte die Elf gleich zweimal den 1.Platz nach Hause. Ein Rückschlag für den Verein stellte sich wieder ein, als im Spieljahr 1964/65 man erneut gezwungen war, die A-Jugendwegen Spielermangels zurückzuziehen. Trotzdem zeigten sich bereits die Früchte der bisherigen Jugendarbeit, denn einige der jungen Spieler bewährten sich hervorragend in der ersten Mannschaft.
Im Jahr 1967 wurde die Vereinsführung dem langjährigrn aktiven Spieler Kurt Jäger übertragen. Auch unter ihm gingen die Arbeiten zur Verbesserung des Sportplatzes weiter, der verkürzt und verbreitert wurde. Ein neues Gelände in Dorfnähe konnte leider nicht gefunden werden. Das Training wurde von Siegfried Wartmann übernommen, der bis 1973 die Heudorfer Fußballer in seiner Obhut hatte und 1981/82 noch einmal die Mannschaft trainierte.
Erwin Rampsberger, ein langjähriger aktiver Spieler und Jugendbetreuer des Vereins, übernahm im Vereinsjahr 1969/70 die Vereinsspitze. Ein Wanderpokalturnier wurde ins Leben gerufen und im Sommer 1968 wurde der Pokal zum ersten Mal ausgespielt. Nach dreimaligem Pokalsieg nahm ihn der SV Gallmannsweil endgültig in Besitz.
Nachdem Karl Schuster wieder für ein Jahr Vereinsvorsitzender war, übernahm Otmar Heim die Vereinsführung. Während seiner Amtszeit wurde nach mehrjähriger Pause wieder eine A-Jugend zur Verbandsrunde gemeldet, nach dem schon zwei Jahre zuvor eine erfolgreiche C-Jugend gegründet worden war. Eine neue Platzbeleuchtung, die von einem Generator gespeist wird, wurde angeschafft und die Masten wurden In Eigenregie zusammengeschweißt. Die hohen Kosten konnten zum Teil durch Altmaterial- und Glassammlungen und durch Mithilfe der Vereinsmitglieder beim Abbruch eines Hauses bestritten werden. Trotz eines Zuschusses der Gemeinde reichten die Einnahmen des Vereins nicht aus, um das Loch in der Vereinskasse zu stopfen. Der 1. Vorstand Otmar Heim griff dem Verein in dieser Situation in Form eines Darlehens unter die Arme, um die Maßnahmen am Sportplatz sicherzustellen.
1976 feierte der SV Heudorf im Rahmen eines dreitägigen Festprogrammes sein 25jähriges Jubiläum, verbunden mit einem Pokalturnier, welches ein voller Erfolg wurde. Im selben Jahr übernahm der ehemalige Torhüter der ersten Mannschaft, Werner Kuntz die Führung des Vereins. Er bemühte sich ebenso wie sein Nachfolger Ewald Werner intensiv um ein neues Sportgelände, und unter ihrer Regie wurde die Jugendarbeit weiter verstärkt und zusätzlich eine B-Jugendmannschaft ins Leben gerufen. 1980 wurde erstmals ein Grümpelturnier durchgeführt, das erfolgreich ablief und deshalb bis heute bestand hat.
1980 gelang das Vereinsruder wieder in die Hände von Otmar Heim, der die Bemühungen seiner Vorgänger um ein neues Sportgelände fortsetzte und schließlich auch ans Ziel gelangte.
Auch wurde unter seiner Führung im Jahr 1981 erstmals eine zweite Mannschaft zur Verbandsrunde gemeldet. Im Jugendbereich wurde 1981 eine Spielgemeinschaft mit dem RSV Honstetten gegründet. Diese bewährte sich in der Zukunft mit guten sportlichen Ergebnissen. Der Spielbetrieb der siebziger und achtziger Jahre war gekennzeichnet durch eine erste Mannschaft, die zumeist auf den vordersten Tabellenränge zu finden war, der aber die Krönung ihrer erfolgreichen sportlichen Tätigkeit versagt blieb: die Meisterschaft konnte nie errungen werden; oft scheiterte man kurz vor dem so nahen Ziel.
Als Trainer fungierten in diesen Jahren Siegfried Wartmann, Willi Wittenberg aus Emmingen, Georg Junginger und Attilo Bertazzon aus Zizenhausen. Von 1984 bis 1991 betreute und trainierte Hubert Jackels aus Raithaslach die erste unnd zweite Mannschaft des SV Heudorf.
Nachdem in den Jahren zuvor intensive Bemühungen der Vereinsvorstände, ein neues Sportgelände in Ortsnähe zu finden, immer wieder auf unüberwindliche Widerstände gestoßen waren, gelang es dem ersten Vorsitzenden Otmar Heim im Oktober 1982 das große Ziel des Vereins endlich zu erreichen. Nach den Absprachen mit den Grundstückseigentümern, die freundlicherweise die benötigten Flächen zur Verfügung stellten, ging endlich ein langgehegter Wunsch des Vereins in Erfüllung. So konnte im November 1982 mit dem Bau begonnen werden. Nach unzähligen Stunden Eigenleistungen wurde der Bau im Sommer 1985 abgeschloßen. Am 19. - 22. Juli 1985 wurde dann die langersehnte Sportplatzeinweihung mit Pokalturnier gefeiert.
1986 wurde Ewald Werner zum 1. Vorstand des Vereins gewählt. Er nahm den Bau des Geräteschuppens in Angriff. Da etliche aktive Spieler aus den umliegenden Gemeinden stammen, wurde in der Generalversammlung 1991 darüber abgestimmt, ob man den Vereinsnamen In SG HEUDORF - RAITHASLACH - RORGENWIES umbenennen sollte. Dies wurde mit 31 Ja - Stimmen und 7 Enthaltungen bestätigt. Auch mit dem Bau eines Clubheims wurde schon geliebäugelt. Pläne wurden schon erstellt, konnten aber leider aus verschiedenen Gründen nie in die Tat umgesetzt werden.
1991 wurde Gerhard Klein aus Stockach als Trainer verpflichtet, der sein Amt 2 Jahre ausübte. Ihm folgte wiederum Hubert Jackels aus Raithaslach für ein Jahr. Die Saison 1994/95 leitete der Trainer Lothar Renner.
1994 übernahm wiederum Otmar Heim die Führung des Vereins. Sein angestrebtes Ziel war nun der Bau eines Clubheims mit den so notwendigen Duschgelegenheiten, die derzeitig als Standart gelten. Sogar der Bau einer Sporthalle war im Gespräch. Als 1995 der RSV Honstetten nachfragte, ob der SV HRR bereit wäre eine Spielgemeinschaft mit dem RSV einzugehen, war für den Vorstand der Bau des Clubheims Plicht, da sich sonst im Falle der SG der Spielbetrieb nach und nach Richtung Honstetten verlagern würde.
In einer Spielerversammlung 1995 wurde dann eindeutig für eine Spielgemeinschaft mit dem RSV Honstetten abgestimmt und so wurde zum ersten mal in der Saison 1995/96 mit der Spielgemeinschaft mit dem Namen SG HEUDORF - HONSTETTEN an den Verbandspielen teilgenommen. Es wurden 3 Mannschaften gemeldet, wobei die "Dritte" eher aus den älteren Jahrgängen bestand und heute noch besteht. Der Trainer Lothar Renner wurde vom SV HRR übernommen.
Weil die Spieler mit dem Trainer unzufrieden waren, übernahm noch in der Winterpause Andreas Kohler das Training. Die 2. Mannschaft trainierte Harald Knecht. Im Spieljahr 1996/97 gelang dann beiden Mannschaften das angestrebte Ziel: Den Aufstieg in die Kreisliga A ( 1. Mannschaft ) bzw. In die Kreisliga B ( 2. Mannschaft ). Dies hat heute noch bestand. In der Saison 1997/98 sowie die Vorrunde Saison 1998/99 konnte der Landesliga-spieler vom FC 08 Tuttlingen, Dragan Bodrusic, als Spielertrainer verpflichtet werden. Er mußte sein Traineramt aus beruflichen Gründen abgeben. Das Amt übernahm Harald Knecht, sowie Co - Trainer Siegfried Fürst, der sich auch um die 2. Mannschaft kümmerte.
Im Sommer 1997 konnte nach langen Verhandlungen um Zuschüße und Genehmigungen endlich mit dem Bau einer Halle mit integriertem Clubheim begonnen werden. Durch den großen Einsatz vieler freiwilliger Helfer, die bis heute schon über 24 000 Arbeitsstunden geleistet haben, steht voraussichtlich im Jahre 2001 die Einweihung vor der Tür. Auch ein Zuschußantrag für den Bau eines Ausweichsportplatzes wurde bereits gestellt.
Der Dorfgemeinschaft Heudorf und der SV HRR konnten am 13.05.2001 die neu erstellte Halle mit Clubheim in feierlichem Rahmen einweihen. Nach über 28 000 Stunden Eigenleistung konnte das Projekt offiziell seiner Bestimmung übergeben werden.
Nachträglich feierte der SV HRR am 29.06.2001 (1 Jahr später) sein 50-jähriges Jubiläum, bei welchem Vorstand Otmar Heim zum Ehrenvorstand ernannt wurde.
Im Herbst 2001 begann der SV HRR mit dem Bau des Ausweichplatzes, welcher im Laufe des Jahres 2003 seiner Bestimmung übergeben wird.
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