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Ein kurzer Streifzug durch die Heudorfer Geschichte

Die letzten 2000 Jahre sind auch an Heudorf nicht ganz spurlos vorbeigegangen. Wie haben sich die grossen Ereignisse der Weltgeschichte auf Heudorf ausgewirkt - und welchen Anteil hat Heudorf an der Entwicklung der menschlichen Zivilisation? Zahlreiche Grabhügel in den Walddistrikten „Hochbuch“ und „Brand“ bezeugen eine Besiedlung der Heudorfer Gemarkung durch die Kelten bereits in vorchristlichen Jahrhunderten. An die Römerzeit (ca. 15 v. Chr. bis 260 n. Chr.) erinnern Fundamente eines römischen Wachturms, die Mitte des 19. Jahrhunderts im Waldgebiet „Homburg“ zwischen Heudorf und Liptingen entdeckt wurden. Wohl im 7. Jahrhundert gründeten alemannische Siedler den Ort Heudorf.

1173: erste urkundliche Erwähnung als „Houidorf“ in einer päpstlichen Urkunde.

1261: erstmalige Nennung des Adelsgeschlechts „von Heudorf“, deren ursprünglicher Sitz die einst in der Ortsmitte gelegene Burg (Mauerreste am „Plätzle“ noch sichtbar) war.

1270: erster schriftlicher Nachweis der Heudorfer Kirche.

1632: Zerstörung der kleinen Burg „Homburg“ auf dem „Schloßbühl“ zwischen Heudorf und Liptingen.

1665: Mit der Landgrafschaft Nellenburg wird auch Heudorf österreichisch.

1688: Beginn des Bohnerzabbaus in Heudorf: Zahlreiche Erzgruben in den Wäldern nördlich von Heudorf erinnern hieran.

1709/23: Erweiterung der Kirche.

1799: Unter der Schlacht bei Liptingen zwischen Franzosen und Österreichern leidet auch Heudorf sehr stark.

1806: Ende der Zugehörigkeit zu Österreich, Heudorf fällt an Württemberg.

1810: Heudorf wird badisch.

1811: Beginn des Torfabbaus im Hartweiher.

1817: Hungersnot: 54 Menschen sterben an Typhus und Unterernährung.

1822-1845: Trockenlegung des Hartweihers (heute sehenswertes Naturschutzgebiet)

1855: Im Dorf gibt es drei Gastwirtschaften.

1862: Rorgenwies, bisher zum Amt Heudorf gehörig, wird eine eigenständige Gemeinde.

1871: Pflanzung der „Sieges-Linde“ auf dem Rathausplatz nach dem Deutsch- Französischen Krieg 1870/71

1878: Viehzählung: 22 Pferde, 60 Ziegen, 511 Rinder und 263 Schweine

1906: Bau der Wasserleitung mit Hausanschlüssen. Bis dahin versorgten drei Gemeindebrunnen die Bevölkerung mit Wasser.

1914-1918: Erster Weltkrieg: Die Gemeinde beklagt 25 Gefallene und Vermißte.

1920: Maul- und Klauenseuche: 60 Rinder verenden.

1921: Einführung der Stromversorgung, die Haushalte erhalten elektrisches Licht.

1925: Erstellung des Kriegerdenkmals vor der Kirche.

1942: Drei von vier Kirchenglocken müssen abgeliefert werden (Metallknappheit im Krieg)

1939-1945: 29 Heudorfer kehren nicht aus dem Zweiten Weltkrieg zurück.

1969: grundlegende Renovierung der Kirche

1975/77: Heudorf verliert im Zuge der Gemeindereform die Selbständigkeit und wird Ortsteil der Gemeinde Eigeltingen.

1985: Renovierung der Kapelle bei der Krätlesmühle und Inbetriebnahme des neuen Sportplatzes.

1992-1994: Erneuerung der Ortsdurchfahrt.

1994: Einrichtung eines Kindergartens in der ehemaligen Schule

1995: Fertigstellung des neugestalteten Rathausplatzes. Erschliessung des Baugebiets: "Brühl"

1997: Beginn der Bauarbeiten an der Sporthalle Heudorf (Sie wird in einer bislang einmaligen Aktion bürgerschaftlicher Eigeninitiative und durch Eigenleistungen, unterstützt durch einen Zuschuß der Gemeinde, gebaut.)

2000: Abschluß der Flurbereinigung

2001: Offizielle Einweihung der 'Hochbuchhalle'

2004: Bebauungsphase 2 im Neubaugebiet "Brühl"

 
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